Schriftwechsel

Typografische Treffen und Bundestreffen

Das erste Format des Forum Typografie waren bis nach der Jahrtausendwende die Bundestreffen. Jährlich trafen sich Typograf*­innen zu Tagungen und Symposien – nicht wenige erinnern mit Wonne ihr erstes Mal, tauschen Kurzformeln wie Mitropa, Zucchini, Kaffee mit Würstchen aus.

Die Bundestreffen machten die Typografie salonfähig, andere übernahmen die Großveranstaltungen. Das Forum Typografie änderte seinen Fokus: gründet politische Vertretungen, baut Netzwerke. Nicht mehr die Weiterbildung steht im Vordergrund, sondern Austausch, Diskussion und das Erreichen von gesellschaftlichen und politischen Zielen. Dies braucht andere Formate der Begegnung, geeignet für langfristiges, kollaboratives Arbeiten.

In diesem Jahr starten wir den ersten TypoSalon. Thema: SociaDesign und SocialTypography, 8.–10. Juli 2022, Krumbach – Bad Saulgau.

2022–2020

2022 Krumbach/Bad Saulgau
7. bis 10.6.: Endlich sich wieder live treffen, diskutieren, sich austauschen und es sich mit Maria Deelmanns Speisen gutgehen lassen! Erster Krumbacher Typosalon mit dem Titel „Typografie schafft Beziehung“ und Themen aus dem Spannungsfeld Social Design, Soziokultur und Gestaltung. Dazu: Schrift und Typografie in der Ukraine. Wir waren zu Gast in unserer Geschäftsstelle in Krumbach/Bad Saulgau.

2022
Arbeit an der DIN Spec 33429; Die Projektgruppe „Inklusives Kommunikationsdesign“ des Deutschen Designtags wird zum Rat für Inklusion.

2021
Arbeit an der DIN Spec 33429; Relaunch der Webseite Forum Typografie.

2020
25.1.: Was ist ein Schulbuch? Versuch einer Analyse. Start einer Arbeitsgruppe. Leider gleich durch Corona wieder ausgebremst.

2020
3.3.: Das DIN-Institut startet die DIN SPEC 33429 „Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache“. Mit dabei für das Thema Visualisierung und Gestaltung: Das Forum Typografie in der Projektgruppe „Inklusives Kommunikationsdesign“, Deutscher Designtag. Inklusives Kommunikationsdesign – Designtag

2019–2016

2019 Berlin
Mitgliederversammlung bei wirDesign. Zukunftsgestaltung im Forum Typografie.

2019 Queis/Leipzig
Bauhaus 4.0 meets Typografie & UX-/Webdesign. Das Forum Typografie als Gastgeber einer Podiumsdiskussion im kleineren Rahmen im Papierlager der IGEPA Großhandel GmbH als Abschlussveranstaltung der Reihe zum 100. Bauhaus-Jubiläum.

2019 München
30.3.: Neunte Tagung lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung, Gastgeber: Boris Kochan, Kochan & Partner, München.

2019 Wien
29.–30.11. „Das Auge liest mit. Über den didaktischen Mehrwert von Typografie“, Symposium der Arbeitsgemeinschaft lesbar — Typografie in der Wissensvermittlung und Präsentation des gleichnamigen Buches, designforum, Quartier 21, MQ, Wien, typographie.at/lesbar/

Das Buch Lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung erscheint im Triest Verlag.

Die Projektgruppe Inklusives Kommunikationsdesign wird im Deutschen Designtag ins Leben gerufen. Inklusives Kommunikationsdesign versteht sich als Teil von Social Design und will den Wert, den Gestaltung für den Fortschritt von Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur leistet, fördern und entwickeln. Projektgruppenleitung Ulrike Borinski und Birgit Walter für FT.

2018 Dresden
16. bis 17.6.: Siebte Tagung lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung anlässlich des Schriftenfests, Gastgeber: Eckhardt SchumacherGebler in der Offizin Haag-Drugulin, Dresden.

2018 Münster
30.11. bis 1.12.: Achte Tagung lesbar, FURE Münster.

2017 Hamburg
„Reisende Mitgliederversammlung“, Ausstellungsführung im „Museum der Arbeit“. Aufbau und Konsolidierung der Arbeitsgruppe „lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung“.

2017 Leipzig
14.–16.5.: Fünfte Tagung lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung anlässlich der Leipziger Typotage, Museum für Druckkunst, Leipzig.

2017 München
18.11.: Sechste Tagung lesbar, Gastgeber: Boris Kochan, Kochan & Partner, München

2016 Berlin
Mit dem Start des Deutschen Designtags (DT) beginnt unsere Arbeit als Gründungsmitglied in den Gremien und die Teilnahme in den Fachausschüssen des Deutschen Kulturrats.

Forum Typografie Treffen 2016 – Gruppenfoto

2016 Leipzig
22.–24.4.: Die dritte Tagung lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung anlässlich der Leipziger Typotage, Museum für Druckkunst, Leipzig.

2016 Dortmund
12.–13.11.: Vierte Tagung lesbar. Gastgeberin: Sabine an Huef, FB Design, Fachhochschule Dortmund.

2015–2011

2015 Wien
Am 8. Mai treffen sich Typograf*­innen in der Graphischen in Wien zur konstituierenden Tagung der Arbeitsgruppe lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung. Initiatoren sind Ulrike Borinski und Rudolf Paulus Gorbach – beide Forum Typografie.

2015 Dresden
13.–15. November: Die zweite Tagung lesbar. Gastgeber ist Eckhardt SchumacherGebler in der Offizin Haag-Drugulin, Dresden.

2014 Mainz
Besuch des Gutenberg-Museums, Führung von Dr. Cornelia Schneider zur Ausstellung „Fortschritt frisch gepresst“. Fachlicher Austausch mit der Gutenberg-Gesellschaft und Fachgespräche mit Kolleg*­innen aus der Region. Organisation von 4 Veranstaltungen im Rahmen der Essener Designweeks: „Typografischer Spaziergang auf Zollverein“, „Typografie hilft“, „Essener Typen“, Exklusive Ausstellungsführung, Plakatmuseum Essen „Du kommst auch noch in Mode“. Mitorganisation des 4. iDD-Designerkongresses „Lust und Last“.

2012 Dresden–Leipzig
Exkursion mit Besuch bei Haag Drugulin in Dresden. Eckehart SchumacherGebler zeigt die Druckerei und demonstriert Satz- und Druckherstellung auf historischen Maschinen. Im geschützten Archiv der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig erforschen wir 176 Kisten aus dem Nachlass Jan Tschicholds. Mitorganisation des 3. iDD-Designerkongresses „Der Wahnsinn hat Methode“.

2011 St. Gallen
Die Tÿpo St Gallen startet, wir sind als Mitveranstalter dabei.

2010–2007

2010 Antwerpen
Besuch des Museums Plantin Moretus in Antwerpen. Organisiert im Ruhrgebiet, reisten Typograf*­innen aus dem ganzen Land an. Der kleine Rahmen bot neben der Historie Gespräche und Kontakte zu belgischen Typograf*­innen.

2009 Weimar
Ich bin schon 25 · Ich kann kein Bauhaus mehr sehen · Die Entstehung der Syntax · Der Umgang mit der Schrift am Bauhaus: Bildmagie und Zweckform · form follows content · Bauklötze staunen und Häuser bauen · JEDEM DAS SEINE · Avantgarde & Tradition typografischer Periodica · An die Aliens in Japan · Die Revolution entlässt ihre Typograph*­innen · Casa di costruzione: Gebauhauste Bildung · Die konstruierte Grotesk, ein Bauhaus Mythos? · Fontformeln · Analog und digital. Typografie nach der Zeitenwende · Doc Bauhaus · Speed Reading.

2008 Bremen
Peter Rea u · Peter von Kornatzki u · Studio Laucke x · Detlef Rahe u · Underware x · Franco Clivio u · Nieesen & de Vries x · Florian Pfeffer x · Peter Bilak x · Catalog- tree x · Erik Spiekermann.

„Die Hochschule für Gestaltung in Ulm ist Geschichte und hat, wie es ihre mutige Absicht war, unsere Welt nachhaltig geprägt. Amsterdam (als Synonym für niederländische Gestaltung) ist Geschichte und Gegenwart gleicher­maßen.“ Programm BT 23

2007 Düsseldorf
prägende typograf*­innen sprechen über den schriftentwurf und den entwurf mit schrift. die begleitende ausstellung „schriftgestalten“ zeigt die entstehung ihrer arbeiten von der ersten skizze bis zur anwendung. mit vorträgen von philippe apeloig, johannes bergerhausen, hans rudolf bosshard, dieter gorny, luc(as) de groot, hansjürg hunziker, paul van der laan, uwe loesch, georg salden, fred smeijers, kurt weidemann.

2006–2003

2006 Berlin
Die Qualitätskriterien für gute Typografie werden übernommen von: Forum für Entwerfen e.V., 2006; BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V. , 2006; TDC Deutsches Komitee des Type Directors Club of New York, 2006; Encore Magazine Magazine for Art, Design & Film, 2006; AGD Allianz deutscher Designer e.V., 2006; tgm Typografische Gesellschaft München e.V., 2007.

2005 Berlin
Die Qualitätskriterien werden der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

„Elefanten kann man nicht erwürgen“ das 14. Forumgespräch, 21.–22.10., in Zusammenarbeit mit dem Forum für Entwerfen e.V., Forum Typografie und VDID Verband Deutscher Industriedesigner: zu den Symptomen und Quellen des Rumorens in Gesellschaft und Gestaltung · Charisma des Unspektakulären · Wie weit reicht der Mensch? · Sinn sucht Form · Provokation Qualität · Was zeichnet uns aus? · Kulturverschwörung. Der Traum von der Klassik · Generation pro · Kreolisierung der Dingwelten · Dämmerung nach der Großwildjagd · Die Zukunft vergisst ihr Gestern nicht.

2004 Hannover
Wen bewegt Schrift? Warum bewegt Schrift? Womit bewegt Schrift? Was bewegt Schrift? Wer bewegt Schrift? Wie schnell bewegt Schrift?

Gestaltung für die arabische Welt der Gegenwart · Von der Schrift oder vom Orient orientiert · Let it run – Schriftdesign mit 20.000 Dominosteinen · Vom Gehen und Stehen – im Layout · Teilnehmer*­innenarbeiten und das typografische Quartett · Teaser und Trailerprojekte · Kultur-Evolution: Schrift als Beschleunigungsfaktor · Bildungsoffensive: Schulbuch, Schrift und schiefe Türme · I would prefer not to – Literatur läuft · Man kann ja nie wissen – wer war eigentlich Kurt Schwitters · Sag’s durch die Prilblume – die Renaissance der Aufkleber im öffentlichen Raum.

2003 Essen
Open Space Zukunftsorientiertes Lernen · Warum es sich lohnt, faul zu sein · design | school | zollverein · Formt die Typografie den Inhalt oder der Inhalt die Typografie · Selbstbild: Wer ist ich · Selbst schuld: Werbung in der Krise · Forum Typografie – Netzwerke · Wie entstehen gute Kataloge · In Würde altern · Qualitätssicherung – Typografie im täglichen Arbeitsprozess · Die Verantwortung der Designer*­in:des Designers im Kommunikationsprozess · Blumengedichte · Wie werde ich glücklich · Wie interessiere ich Desinteressierte · Wie können unterschiedliche Charaktere langfristig zusammen arbeiten · Schreiben · Wie verführt eine Fliege eine Hummel · Kann Sprache/Typografie gegen Gewalt angehen · Freiheit und Verantwortung · Typografie an/für die Schule · Buchtipps · Forum Typografie: Quo vadis · Ethik für Designer · Freiheit für Fortgeschrittene Teilnehmerarbeiten.

2002–1999

2002 München
Visulalität, Wort, Klang Ein Leben für visuelle Straßenmusik · Allegro furioso contra Demi condensed · Neumen, Noten, Nadelkurven · Übersinnliche Parallelen zwischen DigiDesign und DigiMusic · Von der Kunst des Notenstichs zur Computer-Notengrafik · Vom Sehen zum Hören von Bildern · Corporate Sound im Rahmen einer Corporate Identity · Bilder hören – Klang sehen: Aspekte der optischen und akustischen Wahrnehmung von Texten · The Power of Music oder: Jingle sells – auditives Branding · Klangbilder · Musiker im Gespräch · GEMA.

2001 Weimar
Ginella mit dem Typonautenballett · Circus & Typografie · Das schönste aller visuellen Dinge · The best font to use when the Apocalypse happens · Die Schrift, der Schöpfer, die Stadt – die Walbaum, der Walbaum, das Weimar · The Wunderblock · Typopathen · Als der Circus begann … Von Akzidenzschriften und Trendtypen · Ohne Titel. Oder: Vor aller Typografie · Als die Buchstaben ihre Füße verloren · Typographics – Vom Comic zum Kinofilm · Schriften für Schubladen.

„So ein Buchstabe, der kann wirklich nichts – rein gar nichts. Er steht rum, sagt nichts, tut nichts, ist einfach nur Buchstabe. Allenfalls, wenn er ein paar Freunde mitbringt, kommt vielleicht ein Wörtchen zustande.„ Dokumentation BT 18

2000 Hamburg
einstimmung Akkustische Zeitzeichen · Navigation in der Seefahrt navigation durch text Schriftsystem in Amerika vor Kolumbus · Afrikanische Mnemotechniken · Analoge Navigation in Büchern und Bibliotheken · mit Typografie steuern navigation durch bild Ein Piktogramm sagt mehr als 28 Buchstaben · Experiments in Internet Design · Grundprinzipien grafischer Darstellungen navigation durch raum Navigable Structures · Userware Gestaltung · Oneway | Anyway · Tastbare Braille-Schrift ausstellungen

1999 Leipzig
Spatium und Philosophie · L, M, N · Arno- Schmidt-Setzen · Als Schriftzeichen noch Gewicht hatten · Die Ausgrabungen in der Nonnenstraße · Gutenberg kehrt zurück · Irish Country Posters · Unschärfe, Leerstelle und Medium · Bücher und Zensur · Das Schweigen der Redner · Tempo contra Spatium · Afrikanische Kultur · Stille · Die Sprache der Gene · Ausstellungen Veranstalter: Hochschule für Grafik und Buchkunst mit Galerie für Zeitgenössische Kunst, Universität, Universitätsbibliothek, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, Regierungspräsidium, Amerika Haus, Deutsches Literaturinstitut, Hochschule für Musik und Theater, Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst, Kulturamt Leipzig.

1998–1995

1998 Potsdam
Der Ort: Potsdam
Die Macht des Ortes · Geist und Macht in Potsdam · Preußens Typen Eure Hoheit Corporate Design der Macht · Das Eiserne Kreuz · Nicht-Krieg und Frieden · Signet und Adler der Bundesregierung · Des Kaisers neue Kleider · Stellvertreter der Macht · Schriftlicher Beweis für Kultur Typo-Fronten Unversöhnliche Schwestern · Russische Trendsetter · Zwischen Tradition und Moderne Menschenrechte – Mensch sein Auf den Straßen Südafrikas · Interpretationen der „Human-Rights-Logos“ Ein Ausdruck von Macht Was die Sprache mit uns macht · Szenen der Macht · Element von Beziehungen · Leuchten für Machthaber Neue Macht Machtpotentiale der Schrift im Moment des Medienwechsels Berufliches Die Macht des Auftraggebers Am Ende der Macht Die Spaßgesellschaft und ihre Deutsche Geschichte.

1997 Hannover
Type Directors Club · Stiftung Buchkunst · Ich bin blind. Aber ich bin gerne Text · Teilnehmer*­innenarbeiten · Ungleiche Schwestern – Grafik Design der neunziger Jahre · Grafik Design auf Helgoland · fahrwerk · Typen Faces Caractère · Des Teufels größter Haufen – look and feel der Schriftcharaktere.

1996 Düsseldorf
Qumran · Kanji + Kana versus Romaji · Der Islam und das Bild – die heilige Schrift · Die Symbolsprache der Ashanti in Ghana · Digitale Anarchie in Sheffield – Designers Republic · Glaubensfragen · Eine göttliche Gabe? Unsere Schrift · Design von Internet-Welten – Journey to the Cyberworld · Ausstellungen.

1995 Kassel
unten und oben: Lehren und Lernen von Typografie; von vorne: Typoschulen gestern und heute; von innen: Typografie und Inhalte; da neben: von Botanik über Film zum Essen; drum herum: die Verbindung.

1994–1991

1994 Mainz
Rahmenwechsel – Schrift in zeitgenössischer bildender Kunst. Der Zweck und die Mittel – Welche Ästhetik für welche Zielgruppe? Ob die Typen laufen lernten? Schrift auf Bildschirm und Leinwand.

1993 Köln
Ausstellung Experimentelle Schriften, Deutschland ist schön; Typografie-Demonstration: Weg mit dem SS – die erste Typografie-Demonstration*; Buchkultur; Bildschirmdesign; elektronische Zeitung; Kabarett.

* Keine Einheitssosse! Freie Verfügung und Verwendung des „ß“ in allen Lebensbereichen!

1992 Hamburg
Typomeile: Sprache & Kommunikation & Schrift & Zeichen & Symbol & Typografie & Alphabet & Wort & Bild; Wandzeitung; Ausstellung Buchzeichen; FlugBlatt-Presse; ausgewählte Arbeiten aus den Arbeitskreisen; Material-Dialogisches Arbeiten: Experimente in Workshops; Vorträge

„… um mich und euch immer aufs neue daran zu erinnern, worauf es bei ernstzunehmender Typografie ankommt, dass wir nämlich die Basis unserer Arbeit vor lauter Vergnügen am typografischen Zauber nicht vergessen: die Verantwortung gegenüber der Sprache, der Sache, dem Sinn.“ Hans Peter Willberg, Dokumentation BT 9

1991 Berlin
Umbruch-Typostwest-Aufbruch; Teamarbeit: Pärchenbetrieb oder Designfabrik? Designer*­innen als Partner*­innen oder Schuhputzer*­innen? Gestalter*­innen der deutschen Wahlwerbung; Schrift und Typografie im Dritten Reich

„Die vielfältigen typografischen Verstrickungen mit Sprache, Kultur und Politik – dieses eigent­liche und brisante Potential des Umbruchs war allerdings im Haupttext der Fachforen kaum wahrnehmbar. Die Fußnoten an den Abenden […] sowie die Marginalien vieler Gespräche am Rande brachten davon mehr.“ Dokumentation BT 8

1990–1987

1990 Stuttgart
Warzawa · København · Arnhem · Wien · Zürich · London · Göteborg · Stuttgart · Istanbul · Praha · Sofia · Cergy · Budapest · Zagreb · Helsinki · Leipzig · Barcelona · Semiogramme und Semiografie, Ausstellungen.

1989 Hannover
Lesbarkeit; kommunikative Intelligenz; Typo- und Kalligrafieausbildung; 3-Tage-Institution: Außentreppe; Bedeutung und Geschichte der Typografie; Typografie im öffentlichen Bereich; Grauwert als schwarze Kunst; 3-Tage-Institution: Unter den Bäumen; Modern Germish – Typografie für die 90er?!; Die Veränderung des männlichen und weiblichen Selbsterlebens in den 80er Jahren, und die daraus resultierenden Auswirkungen für den grafischen Bereich; 3-Tage-Institution: Blauer Himmel; Teilnehmer*­innenarbeiten.

„Was ist Typografie? Im Moment kann ich mir gar nichts darunter vorstellen“, Dokumentation BT 6

1988 Bremen
Eigentlich ein Jubiläum; Hundertachtzig Gestalter*­innen und ihre Arbeiten sind der Mittelpunkt des Treffens; Typografie-Lehre in Basel: vom Bleisatz zum Computer; Wohin reist der DTP-Zug? Es wird der zweite DTP-Wettbewerb ausgerufen.

1987 Offenbach
Ästhetik, Technik und Theorie der Typografie. Ausstellungen Dumbar, Ott & Stein, Breker, Literatur visualisiert, Beispiel Typografie, Arbeiten der Teilnehmer*­innen, Schriften in Straßen, Lieblingstypografie.

1986–1983

1986 Essen
6 Thesen zur Typografie · Backwarenalphabete · Kanaldeckeltypografie · Arbeitsgruppen: A Manifest und Mitgliedskriterien, B Wettbewerb 1986, C Projekt Beispiel Typografie.

1985 München
Ausstellungen Selbstdarstellung der Teilnehmer*­innen, die schönsten Bücher der BRD ’84; Fotos; Identitätsbuch aus Düsseldorf; Zeichen von Abdellah Grillo in Fes, Marokko; Gab es eine Ulmer Typografie? Corporate Design der Deutschen Bundespost; Fotosatz versus Bleisatz; Ist die Caslon die Caslon? Zucchinisalat!

„Es gibt genug zu tun, fangen wir an!“ Albrecht Basse, Dokumentation FT 2

1984 Berlin
Kein Programm, keine Verantwortlichen – dafür aber Kommunikation · Das Transparent · Edition Sehstern · 14 Animationen von 19 Animateuren · historischer Einstieg in die Typografie · Arbeitsproben, Fazit: die Typografie lebt.

1983 Prolog – Bunratty (Irland)
Context* lädt 1983 Setzer, Journalisten und Hochschullehrer zu einer Reise nach Irland ein. Man besichtigt, diskutiert, entwickelt dabei Ziele: „die Typografie aus ihrer gegenwärtigen Misere zu befreien“ und wünscht eine Plattform, die kompetent und kreativ die Bedeutung von Typografie in allen Bereichen stärkt. Über diese Plattform wird einige Zeit kontrovers diskutiert. Es setzt sich der Wunsch nach einer eigenständigen Institution durch. Man verabredet sich für den Januar 1984. Fortsetzung.