Legit Serif
- Schrift-Name Legit Serif – Legit Superfamilie
- Klassifikation Klassizistische Antiqua
- Design, Entwicklung Prof. H. R. Heitmann
- Mastering Prof. H. R. Heitmann & Johannes Ammon
- Version 1
- Veröffentlicht 2021
- Schriftschnitte 10
- Font Foundry Finaltype
Die Schrift
Legit Serif ist eine Übergangsantiqua, die sich sowohl durch optimale Lesbarkeit in kleinen Schriftgrößen als auch durch formqualitative Ästhetik beim Einsatz in großen Graden auszeichnet. Hervorzuheben ist auch der ausgeglichene Versalsatz, der seines Gleichen sucht. Die Konzeption für den Mengentext hatte auch hier Entwurfspriorität. Legit Serif kommt mit eigenständigen Details, wie einem scharfen ß, das auch in seiner Versalversion nicht mit anderen Zeichen wie B, 3, Z oder Beta verwechselt wird — und so auch im internationalen Kontext funktioniert.
Das herausragende Merkmal der Legit-Superfamilie ist ihr innovatives Uniwidth System: Alle Schriftstärken und -varianten sind in der Breite zu 100 % kompatibel und können ohne Änderung des Layouts beliebig ausgetauscht werden. Im vorliegenden Umfang, über vier dicktenkompatible Stile (Didone, Serif, Sans und Slab) hinweg ist dieses System bisher einzigartig.
Die Intention der Legit Superfamilie ist es, auch mit der Grundeinstellung der DTP-Software ein gutes Satzbild, die ideale Laufweite und optimale Lesbarkeit in kleinen Textgrößen zu bieten. Somit können sich auch Typograf*innen, die hektisch und manchmal vielleicht etwas unbedarft drauf los gestalten auf die Funktionalität der Schrift verlassen. Ein neue Ansatz, um die Durchschnittstypografie zu verbessern.
Diejenigen jedoch, die mit Opentype–Features vertraut sind und auch wissen, wo man einen Blick in das Glyphenverzeichnis werfen kann, genießen ein ästhetisches– und funktionales Texterlebnis. Die hier gezeigten Beispiele (Ligaturen, Positionen und Varianten werden automatisch erzeugt, wenn die kontextbedingten Varianten bei den Opentype–Features aktiviert sind.
Neben der ursprünglichen Legit Serif gibt es die Legit Serif Soft mit abgerundeten Ecken in 10 Schnitten.
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Victoria jagt zwölf Boxkämpfer quer über den großen Sylter Deich
Legit Serif – Light bis Bold
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Victoria jagt zwölf Boxkämpfer quer über den großen Sylter Deich
Legit Serif Italic – Light bis Bold
Der Fontdesigner
Prof. Hans R. Heitmann studierte Kommunikations–Design an der Hochschule Augsburg mit den Schwerpunkten Schrift und Fotografie. Mit dem Diplom im Bereich Schrift bei Prof. Lisa Beck schloss er das Studium ab. Seit 1983 setzt er sich mit Kalligrafie und Schrift auseinander, daraus ergaben sich Kalligrafie–Ausstellungen in Berlin, München und Stuttgart. 1990 kam es dann zu einer Schriftveröffentlichung bei der Berthold AG. Das Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart vervollständigte seinen institutionellen Ausbildungsweg bis zur Berufung als Professor an die Hochschule Augsburg mit den Schwerpunkten Schrift, Logo-Design, Kalligrafie, Typografie und künstlerische Gestaltung im Diplom- und Bachelorstudiengang. Künstlerische-, experimentelle– und designpädagogische Lehrkonzepte beschreiben seinen Fokus während der Leitung des Masterstudiengangs. Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und ein Lehrauftrag an der Akademie für Gestaltung und Design München ergänzten und beflügelten seine Lehrtätigkeit. Parallel setzte sich Hans R. Heitmann einerseits mit Schriftsystemen, Font-Gestaltung und Zifferblatt-Design auseinander, andererseits beschäftigte er sich mit einem Lehrkonzept zum Thema Designpädagogik, Motivationsvermittlung und kunstspezifischer Förderung von Studierenden. Schließlich arbeitet er neben seiner Lehre an Schriftentwurf und Schriftproduktionen. Schriftgeschichte für die Lehre und Themen zur Typografie (z.B. Schriftklassifizierung und Ziffern) runden seine Aktivitäten ab. Aus seinem akademischen Umfeld an der Hochschule Augsburg entstand 2016 das Kollektiv Finaltype. Gemeinsam mit Johannes Ammon veröffentlicht er dort bis heute diverse Schriften.






