13. bis 15. Juni 2008 | Bremen |
Hochschule für Künste


»Typografie zwischen Ulm und Amsterdam«

Die Planer
Eine Projektgruppe an der Hochschule für Künste Bremen unter der Leitung von Prof. Eckhard Jung entwickelt derzeit das inhaltliche Konzept für die 2 1/2-tägige Veranstaltung.

Ulm
»Ulm« steht programmatisch für die legendäre Hochschule für Gestaltung in Ulm. Dort wurden zwischen 1953 und 1968 prägende Entwürfe für eine human gestaltete Umwelt entwickelt.
Die neue Linie der Braun-Geräte wurde an der HfG Ulm entwickelt, u.a. der ebenfalls legendäre »Schneewittchensarg«, ein Plattenspieler mit Rundfunkteil, weißem Kunststoffchassis, abgedeckt mit einem schwenkbaren Plexiglasteil.
Oder das bis heute weitgehend erhaltene Erscheinungsbild der Lufthansa sowie das erste Gesamterscheinungsbild einer Sportveranstaltung – der Olympischen Spiele München 1972.
In der Filmabteilung an der HfG Ulm lehrten Filmemacher wie Alexander Kluge oder Edgar Reitz (»Heimat«).

Amsterdam
»Amsterdam« steht für die Planer des Bundestreffens stellvertretend für die Niederlande. War in den 50er, 60er und 70er Jahren die Schweizer Typografie international prägend, so ist es seit den 80er jahren Holland, dessen gestalterische Kultur in Typografie, Design, Architektur als Vorbild gilt. Anstelle einer dominierenden Gestaltungsauffassung, gekennzeichnet durch Strenge, Klarheit, Reduziertheit der »Schweizer« und der »Ulmer«, gibt es heute eine sinnenfreudige, oftmals humorvolle Vielfalt gestalterischer Sprachen.

old bloods
Die Gestaltungsgruppe widmet »Ulm« einen Tag.
Referenten werden Zeitzeugen, Lehrende, Absolventen der HfG Ulm sein. Sie werden das Konzept, die Ergebnisse und die Folgen der Ulmer Hochschule darstellen, die übrigens – Ironie der Geschichte – ähnlich dem Bauhaus der 30er Jahre, geschlossen wurde mit der Begründung, sie würde der herrschenden Leitkultur zuwiderhandeln.

young bloods
Die Vortragenden des 1. Tages werden folglich »old bloods« sein.
Für den zweiten Schwerpunkt »Amsterdam« (Typografie in Holland) lädt die Planungsgruppe interessante junge Gestalterinnen und Gestalter ein – also »young bloods«.

Bremen
Zwischen diesen beiden grossen Themenblöcken platzieren sich die Bremer bescheiden mit einer Ausstellung über »Typografie in Bremen«.
Dort werden weitgehend unbekannte Arbeiten von Studierenden der HfK Bremen gezeigt sowie deren gestalterische Arbeiten aus ihrer heutigen Tätigkeit.

Die Anmeldung
Das 23. Bundestreffen Forum Typografie wird unterstützt von der Hochschule für Künste Bremen und findet in deren Gebäude statt.
Die räumliche Kapazität ist auf 220 Teilnehmer begrenzt. Deshalb empfehlen die Veranstalter, sich frühzeitig anzumelden

Anmeldung und weitere Informationen unter:
www.23ft.de

iDD